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Lernsituationen

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Lernsituationen im handlungsorientierten Unterricht an berufsbildenden Schulen (Stand 09/2018)

Definition

Der Begriff Lernsituation wird in der Leitlinie „Schulisches Curriculum Berufsbildende Schulen (SchuCu-BBS)“ als didaktisch konstruierte thematische Einheit im berufsbezogenen wie auch im berufsübergreifenden Lernbereich verstanden.1

In einer Lernsituation sind zeitlich aufeinander folgende Unterrichtsstunden schlüssig miteinander verbunden. Die von den Lernenden zu erwerbenden Kompetenzen stehen nicht isoliert nebeneinander, sondern folgen der vollständigen Handlung, ggf. erforderlichen fachdidaktischen Vorgehensweisen.

Bei der Gestaltung von Lernsituationen ist die Entwicklung von Handlungskompetenz das grundlegende Ziel des handlungsorientierten Unterrichts. Diese Zielsetzung gilt für sämtliche Lernbereiche aller Bildungsgänge berufsbildender Schulen.

Handlungskompetenz entfaltet sich in den Dimensionen Fachkompetenz und Personale Kompetenz. Sofern dem Unterricht im Beruflichen Gymnasium Kerncurricula als Ordnungsmittel zugrunde liegen, sind die dort geforderten Kompetenzen auf den Erwerb von Handlungskompetenz auszurichten.

Lernsituationen sind im berufsbezogenen und im berufsübergreifenden Lernbereich das zentrale Element2 didaktisch-methodischer Planung.

Kern einer Lernsituation ist die Handlungssituation3, die einen komplexen Lern- und Arbeitsprozess initiiert und trägt.

Die Lernsituation kann fachsystematische Lernphasen enthalten, um den handlungssystematischen Lernprozess zu unterstützen. 

Jede Lernsituation erfüllt die grundlegenden Anforderungen.

Erläuterungen finden Sie auf den folgenden Seiten.

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1Das Niedersächsische Kultusministerium erweitert mit der Leitlinie „Schulisches Curriculum Berufsbildende Schulen (SchuCu-BBS)“ das Begriffsverständnis von Lernsituation auf sämtliche Lernbereiche aller Bildungsgänge niedersächsischer berufsbildender Schulen. Der Begriff Lernsituation ersetzt die Begriffe „Unterrichtseinheit“, „Unterrichtssequenz“, „Makrosequenz“.

2Die didaktisch methodische Planung gliedert sich in die beiden Bereiche „Lernsituationen nach grundlegenden Anforderungen entwickeln“ und „Übergreifende fachliche Vereinbarungen treffen“.

3Die Leitlinie „Schulisches Curriculum Berufsbildende Schulen (SchuCu-BBS)“ weicht mit dieser Definition von dem ursprünglichen Begriffsverständnis von Handlungssituation aus dem Lernfeldkonzept ab. Der Begriff Handlungssituation ersetzt innerhalb der didaktisch-methodischen Planung die Begriffe „Ausgangssituation“, „Einstiegsszenario“ oder „Anforderungssituation“.

 

 

 

 

 

 

 

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